Große, tief brummende Insekten am Dach oder Rollladen wirken bedrohlich. Die Europäische Hornisse ist jedoch meist friedfertiger als ihr Ruf und besonders geschützt. Wer ein Hornissennest in Leipzig entfernen lassen möchte, muss deshalb zunächst Art, Gefahrenlage und Genehmigungsweg klären. Der reguläre Weg ist eine fachkundige Umsiedlung, nicht die Zerstörung des Nests.

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Hornisse oder Wespe?

Europäische Hornissen sind deutlich größer als gewöhnliche Wespen und tragen eine rotbraune bis dunkle Zeichnung an Kopf und Brust. Sie fliegen auch in der Dämmerung und können von Licht angezogen werden. Ihr Stich ist nicht giftiger als ein Wespenstich. Gefährlich kann er für Allergiker und bei Stichen im Mund- oder Rachenraum werden.

Von der Europäischen Hornisse ist die invasive Asiatische Hornisse zu unterscheiden. Bei einem Verdacht wird eine Meldung an die zuständige Umwelt- oder Naturschutzbehörde empfohlen; das weitere Vorgehen richtet sich nach der Einzelfallprüfung. Fotos aus sicherer Entfernung können die erste Beschreibung unterstützen.

Jetzt sicher handeln

  • Abstand zum Nest und zur Einflugschneise halten.
  • Kinder und Haustiere fernhalten.
  • Außenlicht nahe dem Nest nachts möglichst vermeiden.
  • Nicht schlagen, besprühen, räuchern oder Öffnungen verschließen.
  • Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder Schwellung im Mund- und Rachenraum 112 wählen.

Versuchen Sie nicht, das Nest selbst abzunehmen. Neben dem Stichrisiko wäre das bei der besonders geschützten Europäischen Hornisse rechtlich unzulässig.

Schutzstatus und Genehmigung

Die Europäische Hornisse ist nach Bundesnaturschutzrecht besonders geschützt. Fangen, Töten oder Zerstören ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten ist grundsätzlich verboten. Wenn das Nest eine konkrete Gefahr verursacht, wird mit der Unteren Naturschutzbehörde geklärt, ob eine Ausnahme und Umsiedlung möglich ist.

Eine akute Sofortmaßnahme kommt nur bei tatsächlicher Gefahr für Leib und Leben infrage und muss nachvollziehbar dokumentiert werden. Ein ungutes Gefühl oder die Größe der Tiere allein ersetzt die Gefahrenprüfung nicht.

Was eine fachkundige Umsiedlung umfasst

  1. Artbestimmung: Europäische Hornisse, Asiatische Hornisse, Wespe oder andere Art unterscheiden.
  2. Lagebeurteilung: Nestzugang, Höhe, Nutzung des Bereichs und gefährdete Personen erfassen.
  3. Behördliche Abstimmung: Genehmigung beziehungsweise Ausnahme mit der zuständigen Stelle klären.
  4. Schonendes Umsetzen: Volk aufnehmen, Nest bergen und an einen geeigneten Ort versetzen.
  5. Nachsorge: Einflugbereich beobachten und erst zum richtigen Zeitpunkt sichern.

Bei einem Nest in einem Hohlraum ist die Bergung anspruchsvoller als bei einem frei hängenden Nest. Das Öffnen von Dach oder Verkleidung ist keine automatische Standardleistung und wird objektspezifisch abgestimmt.

Wann Abwarten möglich ist

Auch Hornissenvölker sind einjährig. Das Volk stirbt im Herbst ab, das alte Nest wird im Folgejahr nicht wieder bezogen. Liegt es weit genug von Wegen, Fenstern und Arbeitsbereichen entfernt, kann eine zeitweise Absicherung bis zum natürlichen Ende die bessere Lösung sein.

Hornissen sind Nützlinge und erbeuten zahlreiche andere Insekten. Eine gute Beratung wägt deshalb tatsächliche Gefahr, Schutz und Aufwand gegeneinander ab.

Typische Nestorte in Leipzig

Rollladenkästen, Dachstühle, Schuppen, Baumhöhlen und Fassadenhohlräume sind typische Fundstellen. In den Altbauquartieren von Gohlis, Schleußig und der Südvorstadt können Dach- und Fassadenräume schwer einsehbar sein. In Möckern und Connewitz treffen Wohnbebauung und grünere Randlagen aufeinander; dort sind Insektenbeobachtungen im Außenraum zunächst normal.

Für die Beurteilung zählt nicht das Viertel allein, sondern die konkrete Nähe zu Türen, Fenstern, Spiel- oder Arbeitsbereichen. Die allgemeine Schädlingsbekämpfung in Leipzig hilft bei anderen Arten; kleinere gelb-schwarze Völker werden auf der Seite Wespennest entfernen erklärt.

Aufwand ohne pauschale Zahl

Artbestimmung, Nestlage, Höhe, Zugang, notwendige Technik, Genehmigungsabstimmung und Umfang der Umsiedlung bestimmen den Aufwand. Sie erhalten eine kostenlose und unverbindliche telefonische Einordnung. Einzelheiten zu qualitativen Faktoren stehen unter Kosten der Schädlingsbekämpfung.

Häufige Fragen zu Hornissennestern

Darf ich ein Hornissennest selbst entfernen?

Nein. Die Europäische Hornisse ist besonders geschützt, und die Arbeit am Nest ist gefährlich. Wenden Sie sich an eine fachkundige Stelle und die Untere Naturschutzbehörde.

Sind Hornissenstiche besonders giftig?

Nein. Der Stich ist nicht giftiger als ein Wespenstich. Für Allergiker oder bei einem Stich im Mund- und Rachenraum kann dennoch akute Gefahr bestehen.

Brauche ich für eine Umsiedlung eine Genehmigung?

In der Regel ja. Das Vorgehen wird mit der zuständigen Naturschutzbehörde abgestimmt und durch eine fachkundige Person durchgeführt.

Was passiert mit dem Nest im Winter?

Das einjährige Volk stirbt im Herbst ab. Das alte Nest wird im nächsten Jahr nicht wieder genutzt.

Wie erkenne ich die Asiatische Hornisse?

Eine sichere Unterscheidung sollte anhand guter Fotos oder durch Fachkundige erfolgen. Bei Verdacht wird eine freiwillige Meldung an die zuständige Behörde empfohlen.

Wovon hängt der Aufwand ab?

Von Art, Genehmigungsweg, Gefahrenlage, Zugänglichkeit, Höhe und Bauweise des Nestortes. Die erste Einordnung am Telefon ist kostenlos und unverbindlich.

Hornissenfund telefonisch einordnen lassen

Beschreiben Sie Größe, Farbe, Flugzeit, Einflugstelle und Nähe zu genutzten Bereichen. Halten Sie bis zur Klärung sicheren Abstand.

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